#182 - 26 Stunden Meetings – wann arbeitest Du eigentlich?

Shownotes

Viele Führungskräfte kennen genau diesen Arbeitsalltag: Der Tag ist gefüllt mit Meetings, Abstimmungen, Rückfragen, Entscheidungen und operativen Problemen. Für Konzepte, strategische Themen, Vorbereitung oder konzentriertes Arbeiten bleibt erst Zeit, wenn der Kalender endlich leer ist. Aber warum ist das eigentlich so? In dieser Folge schauen wir nicht darauf, wie Du Deine Meetings noch effizienter organisierst. Sondern auf die Strukturen und Entscheidungen hinter Deinem Kalender.

Du möchtest Deinen eigenen Arbeitsalltag genauer unter die Lupe nehmen? In meinem 1:1 Management-Sparring arbeiten wir an Deiner konkreten Arbeitsrealität: Wir machen sichtbar, wo Deine Zeit und Aufmerksamkeit tatsächlich hingehen, klären Deinen Einflussbereich und treffen die Entscheidungen, die notwendig sind, damit sich etwas verändert. → Unverbindliches Erstgespräch: https://calendly.com/sandraott2201/terminbuchung

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00:00:02: Herzlich willkommen zu Mitstruktur zum Erfolg, deinem Zeitmanagement-Podcast.

00:00:08: Schön, dass du heute wieder eingeschaltet hast!

00:00:11: Hallo Willkommen zurück zu einer neuen Folge der Podcast-Titel die nur vielleicht gelesen ist also der folgen Titel heute ja das kann schon sein dass du das kennst.

00:00:21: ich kann dir auf jeden Fall sagen Ich kenne super gut und ich kenne viele viele meiner Kundinnen und Kunden die das auch kennen ein voller Kalender ist halt nicht einfach ein Zeitproblem.

00:00:31: Das muss man ganz ehrlich sagen und darüber wollen wir heute auch so ein bisschen sprechen, wenn wir eine Woche haben in der wir sechsundzwanzig Stunden Meetings gemacht haben und ich versichere dir hier solche Wochen sind mir nicht unvertraut dann haben wir gefühlt super viel gemacht.

00:00:45: aber an unserer eigentlichen Arbeit und dem was wir eigentlich tun sollten sind wir trotzdem oft kein Stück vorangekommen.

00:00:50: nehmen wir mal an du hattest jetzt so ne Woche sechsund zwanzig stunden Meetings.

00:00:55: ich meine rechnet das mal aus.

00:00:56: wenn wir überlegen gehen wir davon aus fünf die Woche, dann sind es über fünf Stunden Meetings am Tag und ich weiß von vielen, vielen, dass das keine Seitenheit ist.

00:01:06: Gucken wir uns an was das ist?

00:01:07: Das sind schon fix-regelt Termine mit dem Team.

00:01:10: Das sind Projektmeetings, Abstimmung bei der Geschäftsleitung, Kundentermine, Termine with HR, Eskalationen, Feuerlöschtermine wo kurzfristig irgendwo noch irgendwas dazwischen gekommen ist.

00:01:23: Hier noch ein Meeting, bei den wir eigentlich irgendwie Wir fragen uns manchmal sogar, warum wir eingeladen sind.

00:01:29: Und wir sind vielleicht sogar nur gebraucht für einen einzigen kleinen Tagesordnungspunkt und sitzen trotzdem in der Zeit von sechs bis neunzig Minuten in so einem verdammten Meeting.

00:01:40: Irgendwann am Freitag nachmittags schauen wir auf unsere Woche zurück und fragen uns, was haben wir eigentlich gemacht?

00:01:52: Ich sechse ganz ehrlich, ich habe das nie so in der Zahl für mich angeschaut.

00:01:56: Ich weiß aber dass ich Tage hatte an denen ich mehr und länger als fünf Stunden Meetings hatte.

00:02:01: Das Interessante ist ja... Wir haben ja gearbeitet.

00:02:05: Präsentation ist trotzdem irgendwie parallel für die Geschäftsführung fertig geworden, wir haben irgendwie noch eine Entscheidungsvorlage vorbereitet.

00:02:12: Wir haben Zahlen analysiert und Konzept angeschaut, wichtige E-Mails beantwortet, Dinge fertig gemacht, die gemacht werden mussten.

00:02:21: aber all das machen wir in der Regel wie auch nicht während eines normalen Arbeitstages sondern morgens vor dem ersten Meeting oder abends nach dem letzten in der eigentlichen Mittags Pause oder manchmal auch während der Meetings, also völlig kontraproduktiv und am schlimmsten manchmal sogar noch mal abends auf dem Sofa.

00:02:42: Oder wenn am Freitag alle anderen längst im Wochenende sind dann... kann es eben auch passieren, dass man dann da sitzt und meint man muss jetzt noch versuchen die Welt zu retten.

00:02:52: Irgendwann entsteht dann daraus so ein innerer Satz den man sich immer wieder sagt und den höre ich sehr oft für Führungskräften Ich komme tagsüber einfach nicht zur meiner eigentlichen Arbeit Und genau darüber möchte ich das wir heute mal in Ruhe sprechen.

00:03:05: Denn wenn das regelmäßig passiert hast du aus meiner Sicht nicht in erster Linie einen Zeitmanagement-Problem.

00:03:10: denn die Frage ist ja jetzt nicht Wie können wir das so managen?

00:03:15: dass das irgendwie erträglicher ist.

00:03:18: Wie soll das aussehen?

00:03:20: Man könnte dann Meeting-Tage einführen, aber am Ende ist er mit dem Problem ja nicht beseitigt!

00:03:24: Es lohnt sich dann tatsächlich mal eine ganz andere Frage zu stellen nämlich die Warum sieht denn dein Arbeitstag eigentlich wirklich so

00:03:32: aus?!

00:03:33: Wenn der Kalender voll ist also wenn da sechsundzwanzig Stunden Meetings da stehen, dann ist das hier erstmal eine Tatsache.

00:03:41: Da stehen diese Meetings, da stehen diese sechsundzwanzig Stunden fix im Kalender und wenn wir am Montags morgens auf diese Woche schauen, dann sieht es so aus als wäre da erst mal nicht besonders viel daran zu ändern.

00:03:52: die Termine sind schließlich da und wir wissen auch dass ganz oft noch viel dazukommt.

00:03:56: Es verschiebt sich einiges Und ein Großteil dieser Termine haben andere eingestellt für uns.

00:04:03: Viele davon finden vielleicht sogar jede Woche statt, weil es Regeltermine sind.

00:04:07: Manche schon seit Jahren jede Woche und wahrscheinlich gibt's sogar für die einzelnen Termine einen guten Grund, warum die eigentlich da sind.

00:04:16: Das Team muss sich abstimmen das Projekt braucht ein Die Geschäftsführung erwartet ein Da gibt's Reports und so weiter.

00:04:24: der Kunde sowieso ja.

00:04:26: Und bei Eskalationen, die wirklich dringend ist da kann man nun mal wirklich nicht auf die Entscheider verzichten dass es alles nachvollziehbar.

00:04:35: Es ist also nicht so, dass man grundsätzlich sofort denkt ne stimmt Sind eigentlich alle Unsinn und die bedenken los aus dem Kalender löschen kann.

00:04:42: So ist das nicht.

00:04:43: Die Termine in sich sind nachfürziehbar und auch begründbar.

00:04:46: Und genau deshalb gewöhnen wir uns auch ziemlich schnell in Führungspositionen an so eine Kalender, ja?

00:04:53: Wir diskutieren irgendwann nicht mehr darüber, ob diese Termine sinnvoll sind.

00:04:57: Die sind da!

00:04:58: Montag, zehn Uhr ist dieses Status-Meeting Dienstag, vierzehn Uhr ist dieser Report out.

00:05:04: Und mittwoch Vormittags grundsätzlich voll ist Meetingvormittag.

00:05:07: Donnerstag ist dann die große Projektrunde und dann ist Freitage eben nochmal der Abschlusstermin mit der Geschäftsführung.

00:05:13: Das ist dann eben dein Job ja?

00:05:16: Die eigene Arbeit muss halt irgendwo dazwischen passen oder sie muss halt nach oder sich da drum herum sortieren.

00:05:23: aber An der Stelle würde ich jetzt eigentlich schon mal bei diesem Satz ganz kurz stehen bleiben, denn wenn mir jemand sagt Ich komme vor lauter Meetings nicht zu meiner eigentlichen Arbeit.

00:05:34: Denn wenn du Führungskraft bist, dann sind Gespräche und Termine, Abstimmungen.

00:05:40: JoeFix und

00:05:41: Co.,

00:05:41: natürlich ein Teil deiner eigentlichen Arbeit.

00:05:43: Entscheidungen müssen da getroffen werden.

00:05:45: Informationen muss ausgetauscht und weitergegeben werden.

00:05:48: Man muss Menschen Orientierung geben!

00:05:50: Man muss auch Konflikte klären – das ist auch ganz wichtig.

00:05:53: Und auch Führungskostezeit und Abstimmung.

00:05:56: Schnittstellen müssen miteinander abgestimmt werden.

00:05:58: Das funktioniert nicht immer so reibungslos... All das ist ja Arbeit.

00:06:02: Es wäre jetzt also viel zu einfach, dass Meetings Zeitverschwendung sind und die konzentrierte Einzelarbeit die wertvolle Arbeit ist.

00:06:10: Darum geht es nicht!

00:06:11: Es geht nicht darum, das hier qualitativ zu beurteilen.

00:06:15: Die entscheidende Frage ist eine ganz andere.

00:06:18: In welchen dieser sechsundzwanzig Stunden wird in deiner Anwesenheit tatsächlich gebraucht?

00:06:24: Und in welcher Rolle ist das wichtig?

00:06:27: Musst du entscheiden, musst du eine Richtung vorgeben.

00:06:30: Braucht jemand vielleicht auch deine Expertise?

00:06:32: ja?

00:06:33: Musste vielleicht ein Konflikt klären?

00:06:35: oder sitzt du da weil du halt immer da sitzt, weil deine Funktion immer schon da sitzt.

00:06:40: Das kann sogar deinen Vorgängerin in der Rolle gewesen sein.

00:06:43: Sitzt du da, weil alle Hats irgendwie teilnehmen?

00:06:46: Oder sitzt du dabei, weil du selber informiert sein möchtest oder weil du sicherstellen willst dass nichts schiefläuft?

00:06:52: oder sitzt du vielleicht auch da, weil sich deine Organisation einfach dran gewöhnt hat, dass du dabei bist?

00:06:59: Das sind völlig unterschiedliche Gründe.

00:07:01: Und genau da beginnt für mich der interessante Teil des Themas, ja?

00:07:06: Denn ich finde das ist unglaublich interessant!

00:07:09: Niemand von uns und keine Führungskraft der Welt wacht ja morgens auf und beschließt – also ich glaube diese Woche meistens mal sechsundzwanzig Stunden Meetings in den Galender und den Rest erledigt abends nach Der Tagesschau.

00:07:21: So entsteht das ja nicht,

00:07:23: ja?!

00:07:23: Das wächst... Ein wöchentlicher Termin hier, dann kommt ein neues Projekt da.

00:07:29: Dann ist vielleicht irgendwo, fällt auch mal jemand aus und dann springt man damit rein?

00:07:33: Dann gibt es eine zusätzliche Abstimmung weil's Probleme gab in letzter Zeit.

00:07:37: Dann kommt Mitarbeiter regelmäßig mit dem Thema zu dir, weil man es mit der eigenen Expertise für etwas schneller lösen kann oder bei einem anderen Projekt was super zeitkritisch ist.

00:07:47: Wären wir vorsichtig zahlbar in den Verteilern mit aufgenommen?

00:07:50: Dann gibt's irgendwo Schwierigkeiten und wir gehen halt für die nächsten Wochen also in so einer Art Firefighting-Modus oder Task Force Modus ins Meeting und sechs Monate später sitzt immer noch drin, weil eine mal eingerichtete Taskforce hält auch ziemlich lange wie ein gutes.

00:08:08: Und wenn du ein zuverlässiger Mensch bist, wenn du schnell entscheidest und Probleme löst, dann funktioniert dieses System erstaunlich gut.

00:08:18: Also zumindest für alle anderen!

00:08:20: Wenn irgendwas hängt, dann kommst du dazu.

00:08:22: Wenn der Entscheidung fehlt, dann entscheidst Du.

00:08:25: Wenn zwei Bereiche sich nicht einigen können, dann moderierst Du und wenn jemand unsicher ist, dann fragt er Dich Und irgendwann bist du an einem Punkt, an dem dein Kalender ziemlich genau widerspiegelt, woran sich deine Umgebung gewöhnt hat.

00:08:37: Lass das bitte kurz sacken.

00:08:38: ich wiederhole das!

00:08:40: Du kommst irgendwann an einen Punkt, An dem dein kalender ziemlich Genau das widerspiegelt, Woran sich Deine Umgebungen gewöhnte hat.

00:08:49: Die ... die Tanja macht das schon Der Patrick der kommt dazu Die Aline die weiß Bescheid und entscheidet Sebastian, der ist derjenige, der hier das volle Bild hat.

00:09:04: Und natürlich meine ich damit nicht diejenigen Personen... Du weißt, du bist ja net doof!

00:09:10: Sondern ich mein dich!

00:09:12: Wobei ich diese Mechanismen aus meiner eigenen Zeit im Konzern sehr gut kenne, das ist so.

00:09:17: Das wird dann auf einmal eine ganz gewöhnliche Sache.

00:09:19: Wenn irgendwie so ne Sache stoppt und man hat zwar mal dazu beigetragen dass es sich weiter bewegt, dann ist es schon eigentlich, sagen wir mal ein gutes Gesetz, dass es beim nächsten Mal so ist es eingeladen wird um das wieder zu lösen.

00:09:31: Der Kalender ist deshalb nicht wirklich das Problem.

00:09:33: jetzt könnten wir anfangen die Meetings effizienter zu machen.

00:09:36: Wir konnten Agenden einführen, die sind auch wichtig!

00:09:41: Minuten oder fünfzig und nicht sechzig Minuten.

00:09:44: Wir könnten meetingfreie Vormittage oder ganze freie, meetingsfreie Freitage blocken.

00:09:50: Nichts davon ist falsch!

00:09:53: Und alles empfehle ich.

00:09:55: Das klingt jetzt erst mal ein bisschen paradox aber Achtung wenn du nicht weißt warum du überhaupt in diesen sechs zwanzig Stunden im Meeting sitzt dann optimierst du möglicherweise ein System das grundsätzlich falsch läuft Und das ist der Grund, warum ich zunächst überhaupt nichts optimieren würde.

00:10:14: Ich würde es erst mal sichtbar machen!

00:10:16: Du nimmst hier meine ganz normale Arbeitswoche also eine nicht Urlaub jetzt oder vor oder nach dem Urlaub ne ganz normale Jetzt auch nicht, die wurde auf Dienstreise bis ganz durchschnittliche Easy-Peasy-Sächsenzwanzigstunden-Meetingwoche.

00:10:29: Eine Woche von der du sagst ja so im Wesentlichen sieht mein Arbeitsleben inzwischen meistens aus, ob mit einem Säuften oder ohne das sei erstmal dahingestellt und dann gießt immer deine Termine durch um Kuchsmann.

00:10:40: Nicht mehr der Frage war das Meeting gut oder schlecht?

00:10:42: Das ist uns egal!

00:10:43: Sondern mit einer ganz anderen Frage warum war ich eigentlich da?

00:10:48: und damit interessant?

00:10:50: Da geht es nämlich Termine, bei denen ist die Antwort völlig klar.

00:10:53: Da muss ich hin!

00:10:54: Vielleicht leitest du das Meeting?

00:10:55: Ja vielleicht musst eine Entscheidung getroffen werden.

00:10:58: Vielleicht gehört genau diese Abstimmung zu deiner Führungsaufgabe.

00:11:01: gut Dann gibt's Termine bei denen Du feststellst Ich muss eigentlich die ganze Zeit dabei sein.

00:11:07: Vielleicht betrifft Dich von den zwei Stunden Genau ein Punkt.

00:11:11: Warum sitzt Du dann zwei Stunden da und dann gibt´s Termine Bei denen Du denkst.

00:11:17: Also eigentlich weiß ich nicht, was ich hier soll.

00:11:19: Da muss ich nicht dabei sein!

00:11:21: Da könnte jemand aus deinem Team dabei sein oder du könntest das Ergebnis hinterher bekommen.

00:11:26: und dann gibt's vermutlich noch... Unangenehmere Kategorie muss man ganz ehrlich sagen.

00:11:31: Termine, bei denen du dabei bist weil du der Sache die da besprochen wird, die da entschieden werden musst nicht so richtig vertraust wenn du nicht dabei bist.

00:11:42: Du willst hören was da besprochen wird und du willst im Zweifel auch eingreifen können?

00:11:45: Du willst sicherstellen dass die richtige Entscheidung also das die Entscheidung in deinem Sinne und für deinen Thema korrekt ins Schier getroffen wird.

00:11:55: Da würde ich jetzt nicht einfach sagen, da muss er halt mal wegdelegieren, ne?

00:11:59: Denn vielleicht gibt es einen guten Grund für deinen Misstrauen – das kann ich nicht beurteilen!

00:12:03: Vielleicht wurden Entscheidungen in der Vergangenheit tatsächlich nicht getroffen oder so getroffen, dass du deine Abstander drunter gelitten haben.

00:12:10: Vielleicht fehlen auch Kompetenzen, kann auch sein und vielleicht sind Verantwortlichkeiten unklar.

00:12:15: Vielleicht funktioniert auch die Schnittstelle nicht aber dann ist genau DAS das Problem Okay?

00:12:23: Und damit kommen wir zu einem Punkt, der für mich auch in meiner Arbeit mit Führungskräften inzwischen zentral ist.

00:12:29: Wir müssen uns damit abfinden dass wir nicht alles verändern können wenn dein CEO jeden Dienstag um acht Uhr ein zweistündiges Management Meeting ansetzt und deine Anwesenheit erwartet, können wir lange über deinen Kalender sprechen!

00:12:42: Der Termin ist da, der Bell bestehen und du musst dahin.

00:12:45: Wenn du einen wichtigen Kunden hast, der dich persönlich in einem Termin braucht, dann musst du dahin.

00:12:51: Natürlich!

00:12:52: Aber zwischen ich kann nicht alles verändern und ich kann daran nichts ändern, liegt ein ziemlich großer Unterschied – genau dieser Bereich ist interessant.

00:13:02: Das ist das eigene Königreich die Dinge über die du entscheiden kannst.

00:13:09: Und vielleicht kannst du nicht entscheiden, ob ein bestimmtes Meeting stattfindet.

00:13:13: Aber vielleicht kannst Du entscheiden, ob Du jede Woche selbst hingehst.

00:13:16: Vielleicht kannst Du auch sagen, ich gehe alle zwei Wochen und da mal für eine halbe Stunde.

00:13:21: Vielleicht kannst Du nicht verhindern das Probleme eskalieren.

00:13:24: Daran erinnere ich mich sehr gut!

00:13:25: Man kann es nicht verhindern aber man kann prüfen warum jedes Problem bei Dir landet.

00:13:32: Vielleicht kann man die Meeting-Kultur des Unternehmens nicht verändern, weil statt einem Telefonanruf lieber erst mal dreißig Minuten Meeting gemacht werden.

00:13:40: Aber du kannst sehr wohl entscheiden ob dein eigenes Team für jede Kleinigkeit ein Meeting braucht eine Freigabe braucht ne zehnköpfige Abstimmung.

00:13:49: ja das kannst Du entscheiden.

00:13:51: und vielleicht kannst Du Dich auch mal fragen warum sind sich eigentlich seit drei Jahren jeden Donnerstag in diesem Termin obwohl dass längst drei meiner team Mitglieder mindestens genauso gut könnten wie ich.

00:14:03: An irgendeinem Punkt müssen wir auch über die eigene Rolle sprechen, denke ich.

00:14:07: Und das ist leicht auf die Organisation zu zeigen und zu sagen, unsere Meetingkultur ist eine Katastrophe.

00:14:14: Die Geschäftsführung will sich ständig überall zu abstimmen und halten uns nur von der Arbeit ab unter dem Raum an Präsentationen.

00:14:21: oder auf das Team, dass ja angeblich so unselbstständig ist oder die Teams von den anderen, die ja angieblich alle so ne Katastrofe sind oder auch noch die Kunden, ja Gottes Willen!

00:14:30: Kunden.

00:14:30: wie schön das Leben wäre wenn wir keine Kunden hätten.

00:14:33: Scherz Manches davon stimmt bestimmt sogar, ja.

00:14:37: Manches ist vielleicht in der Organisation schwierig aber wenn du jeden Abend deine eigentliche Arbeit machst obwohl du tagsüber acht oder neun Stunden eigentlich gearbeitet hast dann würde ich ja persönlich trotzdem wissen wollen welche Entscheidung treffe ich denn jeden Tag selber die dazu beitragen dass die Situation nicht besser wird?

00:14:56: wo sagst du nicht nein?

00:14:58: Wo übernimmst Du Verantwortung die eigentlich ganz woanders hingehört?

00:15:01: Wo gehst du lieber selbst in den Termin, weil es ja vermeintlich schneller geht?

00:15:06: Wo löst du ein Problem statt dafür zu sorgen dass beim nächsten Mal ohne dich gelöst werden kann.

00:15:11: Wo hast Du Dich dran gewöhnt verfügbar zu sein und wo hat sich vor allen Dingen auch Dein Umfeld daran gewöhnen?

00:15:17: das ist keine Schuldfrage.

00:15:19: Das ist eine Frage nach deinem persönlichen Einflussbereich Und der ist wichtig denn genau da können wir einsteigen und können anfangen Dinge zu verändern.

00:15:28: Wenn du jetzt also gerade denkst so, sechsen zwanzig Stunden Meetings?

00:15:33: Joa!

00:15:34: Das könnte schon ungefähr inkommen.

00:15:37: Da mach' jetzt bitte nicht als erstes einen neuen Wochenplan und auch nicht sofort Fokuszeiten blockieren für jeden Tag zwei Stunden sondern schau dir erstmal an was tatsächlich passiert.

00:15:48: Nimm die vergangene Woche und geh mal Termin für Termin durch.

00:15:51: Stell dir wirklich bei jedem der Meetings die da stattgefunden haben immer die Frage warum war ich dabei?

00:15:57: Was wäre passiert, wenn ich nicht dabei gewesen wäre und musste wirklich diese Aufgabe übernehmen?

00:16:02: Müsste ich entscheiden, müsste ich irgendwas klären.

00:16:05: Müsse ich... ist der Faktor!

00:16:08: Und wenn dieser Termin regelmäßig meine Zeit braucht was eigentlich die Ursache dahinter?

00:16:13: warum braucht er regelmäßig eine Zeit?

00:16:16: Und dann schau bitte nicht nur auf die Meetings.

00:16:19: Schau auch bitte auf das, was nach achtzehn Uhr noch übrig geblieben ist – denn das ist mindestens genauso aufschlussreich!

00:16:25: Welche Arbeit verschiebst du regelmäßig in den Abend?

00:16:28: Strategie?

00:16:29: Konzepte vielleicht?

00:16:30: Sind da noch Entscheidungen zu treffen, die aufgeschoben werden?

00:16:33: oder ja Vorbereitungen auch vielleicht für?

00:16:35: Hast du ein großes Team-Meeting anstehen und kommst einfach nicht dazu, das von dem

00:16:39: vorzubereiten?!

00:16:40: oder vielleicht auch wirklich einfach mal denken, ja?

00:16:42: Die von mir so viel gepriesene Thinking Time findet überhaupt statt.

00:16:46: Oder sagst du immer also habe ich wirklich keinen Zeit für zum Denken hab' ich keine Zeit!

00:16:50: Oder ist es wirklich die eigentliche Führungsarbeit dass Du weißt da is ein Mitarbeiter der braucht Führung?

00:16:55: wenn ich das nicht so langsam mache dann geht das wirklich nach hinten los aber Du schiebst es immer wieder auf weil Du ja in Meetings hängst.

00:17:01: Denn wenn wirklich ausgerechnet die Arbeit, für die du als Führungskraft Konzentration und Ruhe brauchst, dauerhaft außerhalb deiner wirklichen Arbeitszeit stattfindet – nämlich abends nach der Tagesschau am Sofa -, dann würde ich das nicht als normalen Preis einer Führungsposition akzeptieren.

00:17:20: Dann ist es Zeit, das System dahinter zu hinterfragen, zu untersuchen und wirklich mal auf den Prüfstand zu stellen!

00:17:28: Sechsundzwanzig Stunden Meetings sind nicht automatisch zu viel.

00:17:33: Gibt ihr jetzt ein sehr blödes Beispiel?

00:17:35: Aber wenn du in einem Callcenter arbeitest, sind sechsundzwzig Stunden Meetungs am Telefon nicht zu viel!

00:17:42: Vielleicht waren diese sechsundzwanzig Stunden, aber auch wenn es normale Meetings waren.

00:17:46: Diese Woche genau richtig!

00:17:47: Weil deshalb Dinge in Bewegung gekommen sind nur wegen dieser sechsund zwanzig Stunden.

00:17:52: Wenn du aber Woche für Woche in Meeting sitzt und abends oder ganz früh am Morgen oder im Wochenende die Arbeit erledigt, für die Du eigentlich eingestellt wurdest dann ist das zumindest mal ein Signal Und dieses Signal müssen wir wahrnehmen.

00:18:06: Es ist übrigens nicht ein Signal dafür dass du noch effizienter werden musst wie ja viele glauben Sondern Signal dafür, dass du dir deinen Arbeitsalltag genauer anschauen solltest.

00:18:19: Was ist tatsächlich da los?

00:18:21: Was ist gesetzt?

00:18:22: Was glaube ich nur wo ich hin muss?

00:18:24: Was habe ich selbst über die Jahre übernommen was einfach so weiter läuft und woran hat sich das Umfeld vielleicht auch gewöhnt?

00:18:30: vor allem aber...was davon liegt in meinem eigenen Einflussbereich?

00:18:35: Und genau da würde ich anfangen nicht mit irgendeiner neuen Zeitmanagement Methode Entscheidungen zu sagen, ich baue meinen Plan jetzt ganz anders auf.

00:18:45: Bei mir gibt es ab sofort Montags und Freitag keine Termine mehr.

00:18:48: Und dann gehst du Schritt für Schritt und schau mal was kann nicht tun?

00:18:51: Und dort fängst Du an und dann gehest Du den nächsten Schritt bis Dein Kalender irgendwann wieder das abbildet wofür Du deine Zeit als Führungskraft tatsächlich einsetzen möchtest.

00:19:00: Das möchte Ich dir also insofern heute mitgeben.

00:19:02: Schaust den Ruhe an, schau mal in die Vergangenheit wie war die letzte Woche?

00:19:06: und nimm dir mal vielleicht auch in der Zukunft in nächsten Wochen einmal so eine exemplarische Woche und schreib dir immer mal auf Wie war denn das Meeting?

00:19:13: War das jetzt so dass ich dabei sein musste und warum war das so wichtig?

00:19:18: Wir hören uns in der nächsten Folge!

00:19:19: Ich hoffe es hat dir ein bisschen geholfen.

00:19:22: Bis dahin wünsche ich dir einfach einen schönen Tag, ein schöner Abend.

00:19:25: Eine gute Nacht was du auch immer jetzt gerade vor hast.

00:19:29: und ja wir hören uns in der nächsten Folge.

00:19:31: bis dahin tschüss tschüs.

00:19:33: Wenn dir die Folge gefallen hat, dann freue ich mich wirklich riesig darüber.

00:19:36: Wenn du meinen Podcast bewertest oder ihn auch mit jedem am Teils von dem du glaubst dass diese Themen oder auch das Thema gerade heute wirklich hilfreich für die Personen sein könnten Denn genau dadurch kann ich oder können wir gemeinsam auch noch mehr Menschen helfen irgendwie wieder mehr Klarheit, mehr Struktur und auch mehr Realität in ihren Alltag zu bringen.

00:19:56: Und falls du mein Null-Euro-Angebot alle Aufgaben auf einen Blick noch nicht kennst den Link findest du ebenfalls in den Schornhauts.

00:20:01: Ich wünsche dir einen schönen Tag.

00:20:02: Wir hören uns in der nächsten Folge.

00:20:03: Tschüss tschüss!

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