#183 - „Ich mach’s doch wieder selbst.“ – Warum Aufgaben delegieren oft nicht entlastet

Shownotes

Aufgaben delegieren soll eigentlich entlasten. Aber was, wenn Du eine Aufgabe abgibst und sie trotzdem weiter in Deinem Kopf bleibt?

Du hast jemanden gebeten, etwas zu übernehmen.

Eigentlich könntest Du die Sache jetzt von Deiner Liste streichen.

Stattdessen denkst Du:

Hat sie daran gedacht? Ist das rechtzeitig fertig? Hat er verstanden, was ich gemeint habe? Sollte ich noch einmal nachfragen?

Also erinnerst Du, kontrollierst und korrigierst. Und irgendwann kommt der berühmte Satz:

„Komm, ich mach’s eben selbst.“

Das Problem: Vielleicht hast Du die Ausführung delegiert, aber nicht die Verantwortung.

Und genau hier entsteht Mental Load.

Denn solange Du weiterhin daran denken musst, dass etwas erledigt werden muss, wann es erledigt werden muss und ob jemand tatsächlich daran gedacht hat, bleibt die Aufgabe zumindest teilweise bei Dir.

In dieser Podcastfolge sprechen wir darüber, wie Du Aufgaben wirklich delegieren und Verantwortung abgeben kannst – beruflich genauso wie privat.

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Transkript anzeigen

00:00:02: Herzlich willkommen zu mit Struktur zum Erfolg deinem Zeitmanagement Podcast.

00:00:08: Schön, dass du heute wieder eingeschaltet hast!

00:00:11: Hallo, herzlich willkommen zurück zu einer neuen Folge.

00:00:13: Wir sprechen heute über ein Thema von dem ich glaube... also ich kann ja immer nicht sagen dass ich es weiß weil ich ja bärne hier städtische Bundesamt, ne?

00:00:21: Von dem Ich Glaube Dass viele das kennen, dass wir aber trotzdem tendenziell eher weniger darüber reden Weil es ein bisschen unangenehm ist und solche Themen finde ich gehören auch hier in den Podcast finde ich super wichtig.

00:00:33: Und vielleicht kennst du diesen Satz Ja mein Gott dann mache ich's halt doch lieber eben selber.

00:00:39: Die Situation ist ja auf die.

00:00:40: wir geben manchmal Aufgaben ab, ob an Mitarbeiter oder Mitarbeiterinnen.

00:00:45: Ob an KollegInnen vielleicht auch an Partner, Ehepartner, Partnerinnen oder an der Kinder oder was auch immer.

00:00:52: Irgendjemand haben wir vielleicht auch gebeten sich um irgendwas zu kümmern, irgendwas zu übernehmen und derjenige hat dann gesagt Ja alles klar mache ich!

00:01:00: Und eigentlich Eigentlich wäre damit ja die Sache für uns erledigt.

00:01:05: Wir haben sie übergeben, wir haben gesagt okay ich geb dir hiermit die Aufgabe und du machst das dann jetzt?

00:01:11: Und ich sag eigentlich weil ich eigentlich meine denn zwei Tage später fragen wir uns dann hat er jetzt daran gedacht Ist das jetzt wirklich erledigt?

00:01:21: Hat sie verstanden, was ich gemeint habe?

00:01:23: Muss ich vielleicht nochmal nachfragen?

00:01:26: und während all diese Gedanken so ein bisschen Form annehmen kommt dieser Moment in dem wir dann nachgucken.

00:01:30: Nachfragen.

00:01:31: Erinnern.

00:01:32: Korrigieren.

00:01:33: Noch mal erklären!

00:01:35: Und wenn es uns dann irgendwann zu bunt wird – und manchmal ganz früh, ich kenne das von mir selber– Wenn ich jemandem sage, machst du das bitte oder wird das nicht gemacht, da wird's mir sehr schnell zu bund... Was passiert dann...?

00:01:45: Ich kann es aus meiner eigenen Erfahrung sagen und ich bin mir sicher, viele finden sich darin wieder.

00:01:50: Da machen wir's halt eben selber!

00:01:52: Dann ist das nämlich wenn es uns erledigt und zwar so wie wir uns das vorgestellt haben.

00:01:56: Das Problem daran ist aber... Wir haben die Aufgabe eigentlich nie wirklich abgegeben.

00:02:02: Wir haben vielleicht so ein bisschen die Ausführung abgegeben oder wir haben versucht, die Ausführungen abzugeben Aber die Verantwortung dafür daran zu denken Die Aufgabe im Blick zu behalten Dafür zu sorgen dass sie tatsächlich erledigt wird.

00:02:17: Das ist alles die ganze Zeit bei uns gewesen und darüber möchte ich heute mit dir sprechen.

00:02:23: Das Thema möchte ich ganz explizit nicht auf Führung begrenzen, da ist das natürlich auch enthalten aber wie du jetzt vielleicht auch an dem ersten Beispiel schon gemerkt hast oder an der Erläuterung dessen was ich eigentlich meine, das bezieht sich nicht nur auf Führing, dass bezieht sich auf unser Leben und zwar sowohl innerhalb von Partnerschaften innerhalb der Familie, in Freundschaften.

00:02:45: Aber natürlich auch in jeglicher Form von Arbeitssituationen – ob das mit Kollege Kollegin ist, Chef-Chefin ist, Mitarbeiter, Mitarbeiterin, Intimes….

00:02:55: Das ist eine Sache die uns immer und überall wieder begegnet!

00:02:59: Heute, sehr modern wird das Ganze zusammengefasst unter dem Begriff Mental Load.

00:03:05: Es hat aber auch was mit Delegation zu tun es hat etwas mit Kontrolle zu tun und es geht um die ziemlich wie ich finde zumindest ziemlich schwierige Frage Wie lässt man denn jetzt andere wirklich Verantwortung übernehmen ohne dass man selber ständig danebenstehen muss?

00:03:21: Nehmen wir mal ganz einfaches Beispiel Du hast jetzt jemanden gebeten eine Präsentation für ein Meeting vorzubereiten.

00:03:27: Da kann man sich vielleicht ganz gut reinversetzen.

00:03:29: Du hast erklärt worum es geht, die Person hat gesagt Jo als klar habe ich verstanden mache ich und eigentlich könnte man jetzt einen Haken dahinter machen.

00:03:37: aber das passiert häufig nicht am nächsten Morgen unter der Dusche.

00:03:41: also wir gehen mal davon aus dieses Meeting ist nächste Woche ja mich nachmittags wie sie am meisten so ist sondern erst nächste Woche und am nächsten morgen stehen wir unter der dusche und denken so Hoffentlich hat sie auch wirklich die aktuellen Zahlen genommen und nicht die vom letzten, von der letzten Rundmail.

00:03:58: Und später sitzen wir dann irgendwie in einem Termin geschäftlich und denken, ich muss ihr vielleicht doch nochmal sagen dass die Geschäftsführung wahrscheinlich nach der Entwicklung vom letzten Quartal fragt und nicht nur vom letzten Monat?

00:04:09: Nachmittags schreibst du kurz eine Nachricht.

00:04:11: Denkst Du bitte noch an die Zahlen vom letzten QUARTAL und am nächsten Tag fragen wir vielleicht wie weit bist Du denn jetzt eigentlich?

00:04:18: und dann bekommen wir den ersten Entwurf!

00:04:20: Und Überraschung, der sieht ganz anders aus als er aussehen würde wenn wir ihn selber gemacht hätten.

00:04:25: Also... Wir öffnen die Datei, wir ändern die Überschrift, wir schieben ein bisschen auf den Folien hin und her.

00:04:32: wie ergänzen zwei Zahlen?

00:04:33: das Format ist auch nicht so richtig so wie wir uns das gedacht haben und wenn wir schon dabei sind dann kann man eigentlich auch noch eben schnell Ja!

00:04:42: Und plötzlich sitzen wir da und machen die Präsentationen selber obwohl wir sie hier abgegeben hatten.

00:04:47: Zumindest haben wir das gedacht und genau hier beginnt der wirklich interessante Teil des Ganzen, denn beim Delegieren reden wir häufig nur darüber wer eine Aufgabe ausführt.

00:04:57: Aber das ist ja nur ein Teil der Wahrheit.

00:04:59: Und am Ende des Tages ist es nur einen Teil der Arbeit.

00:05:02: Irgendjemand muss auch dran denken, irgendjemand müssen Überblick behalten und Entscheidungen treffen.

00:05:08: Da muss jemand erkennen wenn was fehlt!

00:05:10: Es muss auch jemand dafür sorgen dass die Sache rechtzeitig fertig wird.

00:05:13: Wenn all das immer weiterhin bei dir liegt dann ist die Aufgabe zwar vielleicht aus deinem Kalender verschwunden aber nicht.

00:05:21: Natürlich ist es so... geht, schaut man wohl nochmal gemeinsam drüber.

00:05:30: Aber das ist nicht das worüber ich spreche.

00:05:32: Worüber ich sprechen ist dass die ganze Zeit diese Aufgabe noch auf deiner Schulter sitzt und dich antippt.

00:05:39: Wichtig ist das Thema Mental Load wird ja sagen wir mal in der allgemeinen Sprache sehr oft auf Kehrarbeit und Co.

00:05:47: Familienorganisation bezogen, ja?

00:05:50: Und beim Begriff Mental Load wenn man das heute herhört denkt man ja auch glaube ich als allererstes so an dieses Thema Familie.

00:05:56: da lässt sich das auch wirklich sehr gut beobachten.

00:05:59: nehmen wir mal an der Partner sagt Ich kümmere mich um das Geburtstagsgeschenk.

00:06:02: dann sagen wir yay super wunderbar aber Ich weiß, wann der Geburtstag ist.

00:06:07: Ich weiß wenn das Geschenk bestellt werden muss.

00:06:09: Ich weiss ungefähr was die Person sich wünscht.

00:06:12: Ich muss drei Tage vorher noch mal daran erinnern.

00:06:14: ich frag am Vorabend ob das geschenkt jetzt da ist und wenn es nicht da ist dann überlege ich mir Plan B. Formal hat der Partner das Gesenk besorgt.

00:06:24: mental habe aber ich die Aufgabe organisiert.

00:06:27: Und genau dasselbe passiert auch im Arbeitsumfeld.

00:06:30: eine Führungskraft sagt ja das hab ich doch delegiert Vielleicht die Durchführung.

00:06:35: Aber wenn du weiterhin diejenige oder derjenige bist, der permanent daran denkt nachfragt kontrolliert Probleme erkennt Lösungen anschiebt dann trägst du weiterhin einen erheblichen oftmals den deutlich größeren Teil der Aufgabe und dann entsteht dieses Gefühl Ich muss hier an alles denken und das ist unglaublich anstrengend.

00:06:54: Das ist übrigens anstrendend für alle beiden, ne?

00:06:57: ich habe in meinem Arbeitsleben in beiden Situationen gearbeitet und beides ist ätzend.

00:07:02: ja sowohl als Führungskraft die nicht loslassen kann Das war ich, als auch als Mitarbeiterin die so eine Micromanagement-Führungskraft hatte.

00:07:11: Das war auch anstrengend ja!

00:07:13: Also es ist für alle Beteiligten irgendwie nicht die optimale Lösung.

00:07:17: Aber die Frage ist ja warum machen wir das eigentlich?

00:07:20: Da kann man natürlich einfach so sagen dann lass das doch.

00:07:23: wenn das anstregt ist, dann gibt doch die Verantwortung einfach komplett ab.

00:07:26: aber so einfach ist das ja nicht.

00:07:27: Es gibt ziemlich gute Gründe dafür warum wir immer wieder eingreifen.

00:07:31: Eine davon isst und das ist mein Hauptgrund Du kannst das selber einfach schneller.

00:07:37: Ja, natürlich kannst du das schneller!

00:07:39: Wenn du etwa seit zehn Jahren irgendwas machst und jemand anders seit drei Wochen dann bist du wahrscheinlich schneller.

00:07:45: Der zweite Grund ist – und auch den kenn ich von mir Ich würde es anders machen Und hier wird's interessant Denn anders übersetzen wir im Kopf erstaunlich schnell mit Falsch, ja.

00:07:56: Ich mach das so und der andere macht das anders – und das ist nicht richtig!

00:07:59: Die Präsentation ist anders aufgebaut, die Excel-Tabelle sieht irgendwie anders aus oder eine Mail wird völlig anders formuliert auch in einer Reihenfolge.

00:08:07: Oder machen wir es ganz profan?

00:08:10: Der Geschichtspüler ist anders eingeräumt.

00:08:12: Sofort entsteht dieser kleine Impuls.

00:08:15: Nein, so macht man das doch nicht.

00:08:18: Aber ist es deshalb wirklich falsch oder ist das einfach nur nicht deine Art wie du's machst?

00:08:25: Das ist eine Frage die ich super wichtig finde und ich kann sie immer nur wiederholen mit der ich mich auch regelmäßig konfrontieren muss!

00:08:32: Ist das Ergebnis tatsächlich nicht gut genug oder ist es einfach nur anders als ich es gemacht hätte?

00:08:40: Wenn wir Verantwortung abgeben Das wollen wir ja, darüber wollen wir sprechen.

00:08:46: Wir wollen für Dinge Verantwortung abgeben damit unser Kopf ein bisschen leerer wird und auch unsere To-do-Liste Ja?

00:08:52: Und wenn wir Verantwortung ab geben dann müssen wir zwangsläufig auch ein Stück Kontrolle abgeben.

00:08:58: das ist nicht angenehm das ist ein bisschen unsicher Ja?

00:09:03: Denn natürlich besteht die Möglichkeit, dass jemand etwas anders entscheidet als wir das machen würden.

00:09:09: Vielleicht dauern Dinge auch länger oder es ist einfach nicht so perfekt beim ersten Mal.

00:09:13: Vielleicht geht sogar was total schief – alle Zahlen sind falsch!

00:09:16: Aber wenn wir jedes mal eingreifen, sobald dann kann diese Person niemals Lernenverantwortung zu übernehmen, weil wir ja immer dahinter stehen.

00:09:27: Stell dir vor du bekommst eine Aufgabe übertragen und bei jedem einzelnen Schritt steht jemand neben dir oder noch schlimmer, steht hinter dir und sagt hm also ich würde das anders machen?

00:09:38: Oder sagt sowas wie hast du denn da dran gedacht?

00:09:41: Oder frag doch da lieber nochmal nach!

00:09:43: Oder schick mir doch mal die Mail vorher auf jeden Fall oder ich ändere es schnell.

00:09:48: gleich noch Wie viel Verantwortung würdest du nach einiger Zeit noch übernehmen?

00:09:53: Genau, wahrscheinlich weniger bist du gut wie gar nix.

00:09:57: Denn was derjenige ja lernt am Ende entscheidet sowieso der andere und damit entsteht einen ziemlich unangenehmer Kreislauf.

00:10:05: Du greifst ständig ein weil niemand Verantwortung übernimmt und der Andere übernimmt immer weniger Verantwortung weil du ständig eingreifst Hoppala.

00:10:14: Am ende denkst du wenn ich es nicht mache passiert hier gar nichts Und dein Umfeld denkt, bevor ich entscheide frage ich lieber nochmal.

00:10:22: Es ist wirklich ein Teufelskreis und du kannst das auf jeden Lebensbereich übertragen!

00:10:28: Ich schwöre es dir!

00:10:30: Jetzt kommen wir zum Punkt den ich selber persönlich Achtung sehr schwierig finde.

00:10:36: wenn Menschen wirklich Verantwortung übernehmen sollen dann müssen die auch Fehler machen dürfen.

00:10:40: Natürlich nicht überall, ja?

00:10:42: Wir können jetzt nicht unseren Kindern Streichhölzer und Silvester-Raketen in die Hand geben und sagen, gebt mal ins Kinderzimmer spielen und guckt mal was dabei rauskommt.

00:10:52: Das geht nicht!

00:10:53: Ja wir sprechen hier auch nicht darüber dass jemand einfach jetzt Verantwortung übernehmen soll für einen Fehler der einem Zweifel Millionen kostet Menschen gefährdet oder eben so massive Konsequenzen hat das es in irgendeiner Weise ein existenzielles Problem ist, aber die meisten Fehler im Alltag sind eben nicht existenziell.

00:11:13: Eine Präsentation ist nicht optimal!

00:11:16: Eine Mail hätte besser formuliert sein können.

00:11:19: Ein Termin wurde vielleicht ungünstig organisiert oder ein Prozess dauert einfach beim ersten Mal länger.

00:11:24: Irgendwas muss nachgebessert werden – das ist unangenehm und lästig.

00:11:29: Das kostet auch Zeit.

00:11:30: Aber es ist genau der Preis den wir dafür bezahlen dass jemand etwas lernt.

00:11:35: Ja, eine nicht optimal eingeräumte Spülmaschine.

00:11:38: Da ist dann vielleicht nicht so viel drin und die läuft mal mit nicht soviel Zeug ja?

00:11:41: Und okay das ist real!

00:11:45: Wenn du jeden Fehler wirklich versuchst zu verhindern, dann verhinderst du wirklich den Lernprozess.

00:11:51: Dann bist du drei Jahre später immer noch die Person, die alles kontrollieren muss.

00:11:56: Mir ist an dieser Stelle trotzdem eine Sache sehr, sehr wichtig.

00:12:00: Wenn du Aufgaben abgibst und sie regelmäßig wieder bei dir landen bedeutet das nicht automatisch dass du ein Kontrollfreak bist ja?

00:12:09: Das ist wichtig!

00:12:10: Manchmal wurde schlicht schlecht delegiert.

00:12:12: ja kannst du dich darum kümmern es jetzt keine klare Übergabe.

00:12:15: was bedeutet kümmern?

00:12:17: Ja mal gucken ob die E-Mail noch da ist Ja, vielleicht mal ein kleines Herzchen reinschreiben.

00:12:22: Was soll es bedeuten?

00:12:23: Bis wann?

00:12:24: auch ja!

00:12:25: Was soll am Ende rauskommen?

00:12:26: Was darf die Person selber entscheiden und wann musst du dich irgendwie

00:12:29: involvieren?!

00:12:30: Was sind die Rahmenbedingungen dieser Aufgabe?

00:12:33: Und woran erkennt ihr beide, ob die Aufgabe wirklich so erledigt ist?

00:12:37: Wenn diese Dinge nicht geklärt sind dann entstehen Rückfragen.

00:12:40: Dass das klar und es vollkommen logisch, dass Aufgaben wieder zurück kommen wie bei dir landen.

00:12:44: Loslassen funktioniert deshalb nicht ohne Klarheit.

00:12:47: je klarer die Verantwortung und je klarere die Aufgabe desto leichter wird dann auch das loslassen.

00:12:53: Und was ich auch wichtig finde, habe ich eben schon kurz angedeutet.

00:12:56: Delegieren bedeutet ja nicht über einen Soundwerfen!

00:12:59: Hier hast du die Aufgabe.

00:13:01: viel Glück alles Gute.

00:13:01: wir sehen uns in drei Monaten.

00:13:03: so ist es ja nicht.

00:13:04: Du darfst Kontrollpunkte vereinbaren Ergebnisse prüfen Standards definieren und du darfst auch Sachen sagen wie du bist mitforscht.

00:13:11: da bräuchte ich den ersten Entwurf.

00:13:12: dann gehen wir den zusammen durch.

00:13:14: oder wenn das Budget über Zehntausend geht dann kommt bitte nochmal zu mir Oder diese Entscheidung kannst du komplett selbst treffen.

00:13:21: Das ist keine Mikro-Konferenz Das ist ein Rahmen, ja?

00:13:25: Problematisch wird es erst wenn du zwischen diesen vereinbarten Punkten permanent mental mitarbeitest.

00:13:31: Wenn du immer wieder nachfragst, wenn du erinnerst obwohl ihr einen Termin vereinbart habt... ...wenn du vorsorglich immer so kontrollierst, ja!

00:13:38: So'n bisschen wie Force Effect.

00:13:42: und wenn du anfängst Teile selber zu erledigen.

00:13:44: Wenn Du vielleicht ich hatte mal eine Kollegin Die hat während die Mitarbeiter Präsentationen gemacht haben, teilweise die trotzdem selber nochmal Parallel gemacht.

00:13:54: Und dann holst du die Verantwortung Stück für Stück wieder zu dir zurück wenn du immer wieder anfängst Dinge selber zu machen einfach mal nicht machen okay?

00:14:03: Die entscheidende Frage am Ende ist ja beim Thema Mental Load wer muss denn jetzt da dran denken?

00:14:10: Wenn Du also gerade das Gefühl hast ich delegiere doch schon so viel und trotzdem wird und wird mein Kopf nicht leerer Dann schau deine Aufgabe mal unter einem anderen Gesichtspunkt an.

00:14:19: Nicht unter der Frage wer macht das, sondern wer muss dran denken?

00:14:23: Das finde ich ist ein riesiger Unterschied übrigens auch zu Hause!

00:14:26: Wer merkt dass was getan werden muss?

00:14:28: Wer behält die Deadline so im Blick?

00:14:31: Wer entscheidet über das Vorgehen also wie das gemacht wird?

00:14:34: Wer erkennt wenn es nicht läuft Und wer organisiert dann auch die nächsten Schritte?

00:14:39: Wer muss wo nachfragen?

00:14:41: und die Hauptfrage für mich übrigens wäre immer, wer liegt den abends im Bett und denkt verdammt da müsste ich morgen noch mal nachhaken.

00:14:48: Wenn die Antwort lautet immer noch ich, ist die Verantwortung noch nicht abgegeben.

00:14:53: Das ist super wichtig!

00:14:54: Und wenn du das nochmal versuchst zu transferieren aufs Privatleben geh doch mal zu diesem Geschenk zurück, wo deine Partnerin gesagt hat Ich kümmere mich darum.

00:15:04: Wenn du musstest dann im Zweifel auch mal aushalten, dass ihr zu dem Geburtstag geht und das Geschenk nicht da ist.

00:15:09: Und wenn dann irgendwie dein Partner sagt ja oh jetzt haben wir aber gar kein Geschenkt.

00:15:15: Du hast hier entschieden, dass wir keinen Geschenke haben!

00:15:18: Ja?

00:15:18: Dann muss er sich im Zweife auch kurzfristig darum kümmern.

00:15:21: Das ist nicht deine Baustelle.

00:15:22: Du hasst es übergeben... ...und wenn ihr dann zu dem Geburtstag fahrt und das geschenk ist nicht da, not your fucking problem

00:15:29: okay?!

00:15:30: Das ist etwas was nicht deiner Aufgabe ist.

00:15:32: also Kümmer dich bitte auch nicht ständig darum.

00:15:34: Erinnere nicht stendig da dran, okay?

00:15:36: Ist ein bisschen Trainingssache!

00:15:38: Ich habe hier immer gut reden und es klingt immer so als wäre ich der absolute Meister in diesen Dingen.

00:15:42: Fällt mir super schwer, ja?

00:15:44: Super schwer!

00:15:45: Ich gebe dir deshalb eine kleine Übung mit für die... Ja, würde einfach sagen das kannst du diese Woche einfach mal machen.

00:15:53: lohnt sich wirklich und hilft.

00:15:54: Such dir mal eine einzige Sache aus, die du eigentlich bereits abgegeben hast.

00:15:58: Total egal an wen!

00:15:59: Ob an Kollegen, Familie irgendwo vielleicht auch sogar Freunde, an den Partnern oder auch an die Kinder?

00:16:06: ja?

00:16:06: Egal nicht zehn nur eine einzige Sache muss auch nicht groß sein.

00:16:10: Und dann schau dir die Aufgabe mal genau an.

00:16:12: was davon trägst du noch im Kopf?

00:16:14: Was ist da mit dir immer unterwegs?

00:16:16: Was trägts du immer mit dir rum?

00:16:19: Erinnerst du dich oder erinnerst so andere?

00:16:21: kontrollierst ob die es gemacht haben, fragst du nach.

00:16:24: Triffst du weiterhin jede Entscheidung?

00:16:26: Korrigierst du vielleicht auch ungefragt ständig?

00:16:29: Dann stell dir mal vier Fragen!

00:16:31: Erste Frage – was muss am Ende wirklich passen?

00:16:36: Nicht die Frage wie würde ich's machen sondern was ist tatsächlich wichtig?

00:16:40: Ja, nicht wie muss die Präsentation aussehen.

00:16:42: Nicht wie wird dir es gefallen?

00:16:43: Nicht wie muss diese Spülmaschine eingeräumt sein damit's deinen Anforderungen entspricht sondern spült die Spül Maschine auch wenn das nicht so aussieht wie ich mir das denke.

00:16:52: okay was muss am Ende wirklich stimmen?

00:16:54: Geschirr muss in Spülmaschine sein.

00:16:56: Zweitens, was darf die andere Person selbst entscheiden und zwar wirklich entscheiden?

00:17:01: Nicht entscheiden und anschließend deine Zustimmung einholen sondern wirklich entscheiden!

00:17:05: Darf die Tasse heute mal auf der anderen Seite in eine Spül- Maschine eingeräumt werden?

00:17:09: Dürfe eventuell kann es sein dass Kochlöffel vielleicht dieses Mal unten oder oben oder wie auch immer ihr das sonst handhabt einmal anders eingerömmen ohne dass du gleich ausflippst.

00:17:18: Was darf die Person entscheiden?

00:17:22: Drittens Welche Fehler sind erlaubt?

00:17:24: Was darf auch mal nicht perfekt laufen?

00:17:28: Das ist die Frage.

00:17:29: Ja, was ist okay?

00:17:30: Womit musst du dich im Zweifel auch arrangieren?

00:17:33: und für den Zwang schaue ich wieder drauf!

00:17:35: Nicht hier jeden Tag erinnern, immer denkst du an das Geburtstagsgeschenk, immer hast du dich um das Geburtsdachsgeschenke gekümmert.

00:17:40: Immer wie sieht's mit dem Geburtstag geschenk aus?

00:17:42: sondern einfach sagen ok Soll ich dich irgendwie am Freitag noch mehr erinnern, wobei das mit dem Geburtstagsgeschenk eine blöde Idee ist?

00:17:49: Da würde ich gar nichts machen.

00:17:50: Das soll der Partner machen oder die Partnerin.

00:17:52: Wenn sie gesagt hat, sie macht's!

00:17:54: Aber beispielsweise mit der Präsentation dann ist irgendwo ein Geschäftsführungs-Meeting.

00:17:57: da muss das für fertig sein und sagst du einfach okay, am Donnerstag vorher setzen wir uns zusammen, schauen wir mal Folie für Folie durch.

00:18:04: Ja, das sind sinnvoller Punkt und bis dahin machst du richtig gar nix.

00:18:08: Das ist der wahrscheinlich schwierigste Teil übrigens, der Übung.

00:18:11: Du schaust erst am Donnerstag wieder drauf – heute haben wir Montag beispielsweise und Montag und Dienstag und Mittwoch und auch den Donnerstag bis zum Meeting.

00:18:20: Ist das bitte raus aus deinem Kopf?

00:18:22: Ja!

00:18:22: Du hast einen Kontrollpunkt, der sollte dich beruhigen aber die Rest der Zeit nimmst du dich bitte selber aus Okay?

00:18:28: Die anderen haben ja auch allen Gehirn.

00:18:30: Man meint ja ganz oft, die anderen kriegen es nicht hin, weil sie brauchen dich.

00:18:33: Ja ist ja sicherlich so aber manche Dinge können Sie alleine und müssen Sie sich auch alleine machen lassen!

00:18:40: Okay vielleicht kann ja sein.

00:18:44: merkst du dabei dass du an manchen Stellen vielleicht ein böschen kleiner Kontrollfreaks bist ne?

00:18:49: Du merkst vielleicht an meinen Einwürfen das ich das bei mir das eine oder andere mal auch schon gemerkt habe.

00:18:55: Vielleicht merkst du aber auch, dass du bisher Aufgaben abgegeben hast ohne Verantwortung sauber zu übertragen.

00:19:01: Beides kann man ändern wirklich und vielleicht hilft dir dabei noch einen Satz Du hast eine Aufgabe nicht wirklich abgegeben wenn du weiterhin dafür verantwortlich bist an sie zu denken Volker Megal werde diese Verantwortung übrigens gegeben hat.

00:19:17: meistens machen wir das ja selber.

00:19:19: Entlastung Im Rahmen von Mental Load entsteht nicht dadurch, dass jemand anderes ein paar Arbeitsschritte übernimmt.

00:19:26: Also ich gebe dir mal ein Beispiel was sehr profan ist.

00:19:29: aber trotzdem wenn du deine Partnerin und deinen Partner immer daran erinnern musst das der Müll noch rausgebracht werden muss hat das nichts mit Aufgabe abgeben zu tun.

00:19:38: Aufgabe abgäben ist wenn derjenige selber sieht wann der Mülle raus gebracht werden muss.

00:19:42: ok?

00:19:43: Entlastung entsteht dann wenn Verantwortung klar verteilt ist Wenn derjenig weiß.

00:19:46: okay Ich habe den Müll unter mir.

00:19:49: Okay, wenn andere wissen was sie entscheiden dürfen.

00:19:52: Wenn derjenige auch entscheiden kann?

00:19:54: Nö!

00:19:54: Der ist noch nicht voll.

00:19:55: den bring ich heute noch nicht raus.

00:19:57: Wenn nicht jeder Weg genauso aussehen muss wie deiner vielleicht hättest du den Müll an der Stelle leer gemacht.

00:20:03: aber es nicht dein Business ja es sein.

00:20:05: oder ihr Business.

00:20:06: Wenn du akzeptierst, dass jemand anders eine Sache möglicherweise anders macht ja.

00:20:11: Vielleicht mach dir die langsamer vielleicht beim ersten mal auch nicht ganz so gut.

00:20:15: Vielleicht ist da auch ein Fehler drin?

00:20:17: Ja Herr Gott!

00:20:18: Wenn Du möchtest das andere Verantwortung übernehmen dann musst Du ihnen die Möglichkeit geben Verantwortung zu tragen und dazu gehören Fehler.

00:20:27: Du musst Dir selber erlauben die Verantwortung nicht sofort wieder zurückzuholen wenn nicht alles so.

00:20:33: eins also läuft wie Du Dir das denkst.

00:20:36: In diesem Sinne.

00:20:38: Schau diese Woche mal genau dahin, wo du sagst das habe ich längst delegiert!

00:20:42: Das hab' ich längs abgegeben und dann frag dich bitte mal hast du das wirklich oder macht es nur jemand anders wenn du's weiterhin die ganze Zeit im Kopf hast?

00:20:51: Ich wünsche dir eine wundervolle Woche und wir hören uns in der nächsten Folge.

00:20:55: bis dahin einen schönen Tag ein schöner Abend was und wo auch immer Du die Folge gerade hörst und bis zum nächsten Mal bis dahinn tschüss tschüß.

00:21:02: Wenn dir die Folge gefallen hat, dann freue ich mich wirklich riesig darüber.

00:21:06: Wenn du meinen Podcast bewertest oder ihn auch mit dir beim Teils von dem du glaubst dass diese Themen oder auch das Thema gerade heute wirklich hilfreich für die Personen sein könnten Denn genau dadurch kann ich oder können wir gemeinsam auch noch mehr Menschen helfen irgendwie wieder mehr Klarheit, mehr Struktur und auch mehr Realität in ihren Alltag zu bringen.

00:21:25: Und falls du mein Null-Euro-Angebot alle Aufgaben auf einen Blick noch nicht kennst den Link findest du ebenfalls in den Schornhauts.

00:21:30: Ich wünsche dir einen schönen Tag.

00:21:31: Wir hören uns in der nächsten Folge.

00:21:33: Tschüss, tschüss!

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